Advent in der Sonne. Die weihnachtlichen Farben grün und rot kommen durchaus auch hier in Griechenland vor. Grün ist das Meer, rot die Sonnenuntergänge. Abends, am Lagerfeuer, wenn es um 17.30 Uhr dunkel wird, kommen sogar die Daunenjacke und die Wollmütze aus dem Schrank. Schneebedeckte Tannen aber finden sich allenfalls im Supermarkt. Stollen habe ich hier noch nicht gefunden, wohl aber Glühwein in altbekannten Flaschen. Das Schlendern zwischen den Regalen im Lebensmittelmarkt deckt auch die Sehnsucht nach Weihnachtsliedern.
Die Straßen sind wunderbar weihnachtlich geschmückt. Künstliche Tannen, mit Schneepulver beklebt, schmücken die Straßen, Lichterketten erhellen die Städte.
Der Geschenkebrauch ist hier ein bißchen anders. Die Ankündigung der Geburt Jesu durch die Hirten wird gefeiert, die Kladedies. Die drei Weisen kommen in Griechenland mit dem Schiff, der heilige Vassilios bringt die Geschenke mit, die häufig erst am Silvesterabend ausgepackt werden. Die Einheimischen zünden Lagerfeuer an und tanzen um sie herum. Es gibt Preise für das beste Lagerfeuer.
Wir stehen mit unserem fahrenden Heim auf dem Campingplatz, es sind nur ein paar Schritte zum Strand. Die Morgenwaschung findet im Mittelmeer statt, es hat noch 19 Grad. Das schafft die Ostsee im Sommer nicht immer. Dann frühstücken wir am Campingtisch in der Sonne. Wir verschwinden im Schatten und arbeiten an unseren Projekten. Am Nachmittag zaubert unsere Nachbarin aus ihrem Van selbstgemachten Stollen. Es lässt sich aushalten. Adventszeit im Süden.