Jups Texte

Bücher von J. U. Pope

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Fotoshooting an Bord

Flaute nördlich von Fünen. Das bedeutet, es ist kein Wind, also gar keiner. Zwischen den dänischen Inseln Samsö und Fünen ist die See spiegelglatt. Ab und zu gleitet eine Feuerqualle vorbei. Das wars. Aber die Sonne scheint! Bestes Wetter für ein Fotoshooting. 

Der Käpt’n guckt etwas irritiert. Ich drapiere meine Bücher an den unterschiedlichsten Stellen und fotografiere sie mit einem maritimen Hintergrund. Auf der Solarzelle über der Sprayhood stehen die Reisebücher  gut, man sieht das Großsegel im Hintergrund. Dann klettere ich nach vorne auf den Bug. Hier bietet sich die Ankerwinde fotogen an. Die Bücher von der Bordkatze Lola und dem Bordkater Konrad posiere ich zwischen Ankerwinde und Ankerkette. Und hinten auf dem Schiff, also achtern? Da bietet sich die Pinne an. Mit der Pinne steuert man das Schiff. Hier machen sich die Graukappen gut, der Arbeitstitel war ja auch: Fremdgesteuert. 

Die Ostsee ist noch immer glatt, kein Lüftchen regt sich. Ein Dampfschiff kommt uns entgegen. In eine schwarze Wolke gehüllt. Früher war die Luft viel dunkler, denke ich, durch die vielen Dampfschiffe. Ob da einer unten steht und Kohle schaufelt?

Unsere Bordkatzen sind diesen Sommer zuhause geblieben. Ich schreibe gerade am dritten Band der Reihe: vier Pfoten auf dem Meer, die Hauptkatze ist Hoppipopp, auch Moppel genannt. Die Schwester von Bordkater Konrad und die Tochter von Bordkatze Lola. Sie wohnt in der Schwentineflotte in Kiel bei Martin auf dem Segelschiff. Auf ihrem Nachbarsteg brütet ein Schwan, jedes Jahr lässt er sich dort in seinem großen Nest nieder und bringt Schwanbabys zur Welt. Hoppi und der Schwan haben sich miteinander arrangiert. Sie sind beste Nachbarn geworden. 

Und die Reisebücher? Auch die bekommen Gesellschaft. Die Reihe erweitert sich, ich schreibe an einem Band über Dänemark. Also rund Fünen und die umliegenden Inseln. Du kannst dir nicht vorstellen, welche spannende Geschichten ich auf meiner Schatzsuche entdecke! Von Wikingern in Ganggräbern, toten Hunden, auf deren Grab eine Kirche gebaut wurde, verstecktes Fleisch im Schnee, das im Frühjahr wieder auftaucht. Es bleibt spannend, das verspreche ich. Und der Käpt’n? Der schreibt fleißig Blog. Wenn du schon mal luschern willst: www.co-ki.net

Da schreiben wir von unseren Erlebnissen in Dänemark. 

So, nun noch ein Wort zu den Graukappen! Diese Kappen, die dich jeden eigenen Gedanken vergessen lassen, wenn du sie aufsetzt. „Plötzlich fremdgesteuert“ könnte das Buch auch heißen. Gibt es eine Chance, sich davon zu befreien? Lest selber! In der Flaute vor sich hindümpeln ist die beste Zeit, um sich in einen Roman zu vertiefen.

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Buchmesse Kiel 2026

IMGWir waren auf der Buchmesse in Kiel. Ja, du hast richtig gehört. In dem kleinen Städtchen an der Ostsee gab es dieses Jahr die erste Buchmesse. Kim Inked, selber Autorin, hat diese Messe organisiert. Sie hat in zwei Lounges stattgefunden, reihum haben sich die Schreibenden mit ihren Werken an den Tischen dargestellt. Künstlerisch gestaltete Stände, eine Augenweide. Fast jeder Stand hatte irgendwelche Mitgebsel, Gadget zu verschenken. Die meisten Autorinnen haben im Romance Genre geschrieben, zu deutsch: fesselnde Liebesromane, häufig mit einem Fantasy-Anteil. Da gab es Kategorien, die ich zum ersten Mal gehört habe: Dark-Romance, Anti-toxic-darc-romance. Spannende Geschichten. Kinderbücher waren vereinzelt vertreten, ich fand auch historische Romane. 

Du kannst dir vorstellen, meine Zielgruppe war genau getroffen. In zwei Spots kamen die eintausend Besucher, lange Schlangen bildeten sich in der prallen Sonne vor dem Einlass. Leserinnen, gestylte Kunstwerke wie die heiß ersehnten Bücher, tätowiert, gepierct, in schwarz gekleidet. Ich war mir sicher, meine Reiseführer würden sie vom Hocker hauen. Vorsichtshalber habe ich nochmal meinen Thriller die „Graukappen“ nachgeordert. Doch die gingen völlig unter in der glitzernden Pracht meiner Nebenbuhler. 

IMGDie Katzen haben uns dann rausgerissen. Katzen werden immer geliebt, Zielgruppenübergreifend. Der Käpt’n hatte in den Wochen vor der Messe seinen 3D-Drucker glühen lassen und supersüße Katzenlesezeichen gedruckt. Die waren der Renner. Dadurch wurden alle Lesebegeisterten, die an dem Nachbartisch Schlange standen, auf uns aufmerksam. Sie gingen allesamt in Katzenliebhaberhände und mit ihnen auch ein paar der Katzenbücher. 

Bordkatze Lola und Bordkater Konrad konnten durchaus mithalten mit den Romance-Romanen. Schließlich verliebten die beiden sich ja auch in dramatischer Weise. Lola in einen Kater auf den Azoren. Sie wurde nur gefunden, weil Katrin auf den Mast kletterte und den heiligen Antonius um Hilfe anflehte. Lola kam schwanger zurück und bekam in Kiel auf dem Segelboot ihre Katzenjungen. Eines davon war Kater Konrad. Er verliebte sich auf dem Segeltörn in Dänemark, in Ebeltoft in eine Katzendame. Die verdrehte ihm derart den Kopf, dass er den Rückweg zum Boot vergaß. Das Drama nahm seinen Lauf. Nur die Angelversessenheit des Käpt’ns, der Stammkunde im örtlichen Angelbedarfsladen wurde, und die Aufmerksamkeit der hübschen Dame an der Kasse retteten Kater Konrad vor der Obdachlosigkeit. 

Ihr seht, Romancedramen wo man hinschaut. Die Buchmesse jedenfalls war eine besondere Erfahrung. Wir haben viele tolle Autorinnen und Autoren kennengelernt und ein bisschen genetztwerkt. Meine Finger glühen schon beim Schreiben des Romance-Renners für die Kieler Buchmesse 2027.

BuchmesseKiel

Buchmesse Kiel

IMGAls Autorin muss ich mich wohl oder übel der Öffentlichkeit stellen. Angefangen habe ich damit bei Busse-Yachtshop: www.busse-yachtshop.de mit meiner ersten Signierstunde vor zwei Jahren. Im folgenden Jahr traute ich mich, eine erste Lesung zu geben, ebenfalls bei Busses, anlässlich der 25 Jahrfeier. Damit war das Eis gebrochen. Im Oktober berichteten wir über unsere Griechenlandreise und ich las aus dem Reisebuch vor, in dem Kulturzentrum in Plön, in der Alten Schwimmhalle. Im Januar diesen Jahres hielt ich eine Lesung im Vereinsheim des SHS an der Schwentine, ebenfalls über Griechenland. Also, Lesungen kann ich inzwischen. Was wäre die Steigerung? Richtig: Eine Buchmesse. Bisher war ich immer nur Besucherin. Jetzt ist es endlich soweit, dass ich mit einem eigenen Stand auf einer Buchmesse vertreten bin.
Am 24.05. findet in der Lounge der ehemaligen Ostseehalle in Kiel die erste Kieler Buchmesse statt und der Käpt’n und ich sind dabei!
Um so einen Messestand zu bestücken, bedarf es allerlei Vorbereitung. Meine inzwischen fünf Bücher brauchen schließlich einen anständigen Präsentationsrahmen. Natürlich gibt es für jedes Buch einen Buchständer und ein Plakat, das über die wichtigsten Informationen zu den einzelnen Büchern verfügt. Außerdem habe ich Kugelschreiber geordert, die mit „jupstexte“ beschriftet sind. Die Bordkatze Lola und der Bordkater Konrad bekommen eigene Lesezeichen mit süßen Katzen aus dem 3 D Drucker gedruckt. Die Graukappen müssten als Gadget eigentlich einen Käfer mit einem Chip bekommen. Doch die sind nicht leicht zu finden, sie verstecken sich gerne und arbeiten im Untergrund, um dann plötzlich hinter einem Ohr aufzutauchen und dein Bewusstsein zu stehlen. Das ist uns zu riskant.
Das Reisebuch über Griechenland bekommt einen Mäander als Lesezeichen und ganz viele kleine griechische Flaggen drumherum. Das Reisebuch über Elba, die kleine Insel westlich von Italien bekommt eine Biene als Lesezeichen, ist ja klar, die Flagge, die Napoleon sich für Elba ausgedacht hat, besteht aus fleißigen Bienen.
Ein digitaler Fotorahmen wird Bilder aus Griechenland, von Elba und von den Katzen auf dem Segelboot zeigen.
So sind wir – denke ich – gut bestückt, vorbereitet, um unseren Stand auf der Buchmesse zu schmücken. Fällt Dir noch etwas ein, was sich auf so einem Messestand gut macht?
Mehr über die Messe findest du auf der Seite der Organisatorin Kim Inked: https://kimink.de/

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Italien!

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Ab sofort ist das Reisebuch Elba im Handel erhältlich!

Freut euch auf neue Geschichten vom Käpt’n und seiner Fru. Diesmal sind wir mit ihrem Wohnmobil auf der Insel Elba unterwegs. Elba liegt an der Italienischen Westküste und gehört zur Toskana. Diese kleine Insel birgt unglaubliche Schätze! Von hier wurden die Granitsäulen nach Rom verschifft. Das Eisenerz für etliche Wirtschaftsbooms im Laufe der letzten dreitausend Jahren wurde hier abgebaut. Napoleon lebte und wirkte auf Elba. Die Insel ist außerdem ein Tauchparadies. Fische, Wracks, sogar Flugzeuge liegen vor Elbas Küsten unter der Wasseroberfläche. Die sechs Nachbarinseln bergen ebenfalls Geheimnisse: Der Schatz von Montecristo, die im Hafenbecken versunkene Villa von Giglio, die Strafkolonie auf Gorgona. Bei meiner Recherche bin ich auf unglaubliche Abenteuer gestoßen.
Ein Index hilft bei der Suche im Buch, die Koordinatenangaben bei der Suche an Land. Es gibt einen Überblick über die wichtigsten Feste auf der Insel, sowie einen Abriss über die Geschichte des Landes und ihre Mythologie.

Klappentext:
Der Käpt’n steht nah der Brücke auf der Fähre von Piombino nach Elba und sieht schon den sechseckigen Turm in der Hafeneinfahrt von Portoferraio. Er kann es kaum erwarten, an Land zu gehen. Das gelbe Haus von Napoleon strahlt in der Sonne. Wir haben von unterirdischen Minen gehört, Eisenbergwerken, von Edelsteinen und einer Seilbahn hinter Gittern. Von römischen Villen, Granitsäulen, Liebesgeschichten, gesunkenen Schiffen und Strafkolonien.

Das Eisenbergwerk erkunden wir in einem alten ungefederten Landrover. Der Käpt’n bekommt einen Helm aufgesetzt, um den Bergstollen zu erkunden. Er bekommt einen Hammer in die Hand gedrückt, um Diamanten zu finden. Das gefällt ihm sehr. Auf der Hut vor Vipern und Wildschweinen wagen sich der Käpt’n und sin Fru auf Schatzsuche auf dieser kleinen Insel und ihren sechs Geschwistern vor der toskanischen Küste.

Veröffentlicht am 21.02.26

ISBN 9783695602377
19,99 €
128 Seiten
Taschenbuch
Tolino-media

Der Käpt’n und sin Fru auf Reisen, Peloponnes, Taschenbuch

Der Käpt’n und sin Fru auf Reisen, Elba, Taschenbuch

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Schatzsuche auf Montecristo

Zeichnung MontecristoAber jetzt wirklich, ich spreche von einem Goldschatz. Klar ist im Übertragenen die Insel selber ein Schatz. Die Göttin Venus hatte doch der Legende nach sieben Perlen ihrer Kette ins Meer fallen lassen. Daraus bildeten sich sieben Inseln. Die größte davon ist Elba. Und eine weitere die Granitinsel Montecristo.
Der Schriftsteller Ferruzzi hat auf Elba die alten Einwohner nach Legenden befragt und ein Buch darüber verfasst. Einer der Alten auf Elba berichtete, dass es einen Mönch gab, der aufgeschrieben habe, dass um das Jahr 1000 ein Buch gefunden worden sei, in dem gestanden habe, dass sich

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Jups Schreibseminar

Welten werden zwischen zwei Buchdeckel verpackt. Ich stehe vor dem Bücherregal und sehe Buchrücken. Wenige Zentimeter dick. Und hinter jedem Buchrücken ist eine ganze Welt verpackt. Ich öffne das Buch, lese die ersten Sätze und verschwinde in eine neue Welt.
Für Außenstehende starre ich auf einzelne Wörter. Doch in meinem Kopf haben sich Bilder geformt, läuft ein Film ab, in dem ich verwoben bin mit ganzem Herzen, voll von Emotionen. Eingetaucht in eine neue Welt.
Klappe ich die Buchdeckel widerwillig zu, ist der Film auf Pause gestellt. Und ich stehle mir Inseln des Tages, um endlich weiterlesen zu können. Zum Ende des Buches lese ich langsamer. Damit die Geschichte nicht enden möge. Habe ich dann die letzte Seite gelesen und das Buch wieder in das Regal gestellt, ist es nicht einfach mehr nur ein Buchrücken. Beim Anblick der drei Zentimeter, die es Platz im Regal einnimmt, statte ich der Welt darin einen Besuch ab.
Ich sehe keine Buchrücken, wenn ich vor einem Bücherregal stehe. Ich sehe Welten. Und Abenteuer.
Als ich meinen ersten Roman schrieb, habe ich mir das nicht bewusst ausgedacht. Es war wie beschrieben: Ich schrieb eine Szene, dann sah ich im Kopf ein Bild der nächsten Szene, ich schrieb sie auf… und sah quasi, wie es weitergeht. Wenn ich mich an den Rechner setzte, wusste ich nie, wo mich die Geschichte hinführt. Es war, wie selber lesen.
Das gibt es. Aber es gibt auch die geplanten Geschichten. Einen Werkzeugkoffer, um eine spannende Geschichte zu schreiben.

Das möchte ich teilen.

Daher biete ich im kommenden Jahr Seminare rund um das Schreiben an.

Dabei richte ich mich in meinem ersten Seminar vor allem an Neugierige und Neulinge auf diesem Gebiet. An Menschen, die Lust haben zu schreiben, aber nicht so richtig wissen, wie. An Menschen, die ein Thema, vielleicht sogar schon eine Geschichte im Kopf haben, aber nicht wissen, wie sie beginnen sollen. Was wäre, wenn…?

Titel: Allem Anfang wohnt ein Zauber inne

Ort: online, über Zoom

Tag: 21.02.26

Zeit: 15.00 – 19.00 Uhr

Preis: 300 €

—> Anmeldung <—

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Lesung in Kiel

Am 9. Januar 2026 haben wir im Rahmen des Winterprogramms des Segelvereins zu unserer zweiten Lesung eingeladen. Wir verwandelten das Seglervereinsheim des Segelhafen Schwentine in Kiel in eine griechische Oase. Das Fingerfood-buffet war bestückt mit Oliven, Sesamsnacks und Salzstangen. Dazu gab es frisches Brot, das mit Olivenöl beträufelt und Salz und Pfeffer bestreut zum Renner wurde. Das Olivenöl hatten wir im Frühjahr direkt aus Griechenland mitgebracht.
Griechische Flaggen schmückten den Saal. Auf einer Großleinwand zeigten wir Bilder von der Peloponnes, während ich aus dem Reisebuch ausgewählte Anekdoten vorlas.
In der Pause erklang griechische Musik. Trotz der Wettervorhersage, die einen fetten Schneesturm prognostizierte, kamen etwa 30 Menschen, die Lust auf einen Sommermoment im Schnee hatten.
Im Anschluss signierte ich einige Bücher, während der Käpt‘n das Mythos-Bier verteilte.
Ich danke allen, die da waren, für den gelungenen Abend.
Ich habe sogar einige Rückmeldungen erhalten:
„Das war richtig schön! Ihr seid echt Naturtalente!“
„Der Vortrag war sehr schön, gut gestaltet, lebhaft, toll vorgetragen.“
„Ein schöner, lustiger und interessanter Vortrag, vielen Dank!“

Jahresrückblick 2025

Rückblick auf das Jahr 2025

Meine Selbständigkeit als Autorin hat im Jahr 2025 erheblich an Fahrt aufgenommen.

Auf dem Titelbild meines Rückblickes ist meine Kaffeetasse zu sehen. Am Kai von Pylos, ein Städtchen im Westen der Peloponnes, Griechenland. Viele Texte habe ich dort geschrieben, das Mittelmeer immer nah dabei.
Im Januar wurde die neue Broschüre von Busse-Yachtshop veröffentlicht. Dafür hatte ich im Herbst das Layout erstellt und das Lektorat übernommen.
Im Februar ging der zweite Band der Reihe: „Vier Pfoten auf dem Meer“ in den Druck und in die Buchläden. Bordkater Konrad erlebt seine Abenteuer mit dem Beagle Toke auf der Ostsee.

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Advent im Wohnmobil

Advent in der Sonne. Die weihnachtlichen Farben grün und rot kommen durchaus auch hier in Griechenland vor. Grün ist das Meer, rot die Sonnenuntergänge. Abends, am Lagerfeuer, wenn es um 17.30 Uhr dunkel wird, kommen sogar die Daunenjacke und die Wollmütze aus dem Schrank. Schneebedeckte Tannen aber finden sich allenfalls im Supermarkt. Stollen habe ich hier noch nicht gefunden, wohl aber Glühwein in altbekannten Flaschen. Das Schlendern zwischen den Regalen im Lebensmittelmarkt deckt auch die Sehnsucht nach Weihnachtsliedern.
Die Straßen sind wunderbar weihnachtlich geschmückt. Künstliche Tannen, mit Schneepulver beklebt, schmücken die Straßen, Lichterketten erhellen die Städte.

Der Geschenkebrauch ist hier ein bißchen anders. Die Ankündigung der Geburt Jesu durch die Hirten wird gefeiert, die Kladedies. Die drei Weisen kommen in Griechenland mit dem Schiff, der heilige Vassilios bringt die Geschenke mit, die häufig erst am Silvesterabend ausgepackt werden. Die Einheimischen zünden Lagerfeuer an und tanzen um sie herum. Es gibt Preise für das beste Lagerfeuer.

Wir stehen mit unserem fahrenden Heim auf dem Campingplatz, es sind nur ein paar Schritte zum Strand. Die Morgenwaschung findet im Mittelmeer statt, es hat noch 19 Grad. Das schafft die Ostsee im Sommer nicht immer. Dann frühstücken wir am Campingtisch in der Sonne. Wir verschwinden im Schatten und arbeiten an unseren Projekten. Am Nachmittag zaubert unsere Nachbarin aus ihrem Van selbstgemachten Stollen. Es lässt sich aushalten. Adventszeit im Süden.

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Wochenmarkt in Griechenland

Heute waren wir auf dem Wochenmarkt in Nafplio. Das ist ein buntes Treiben: zwischen den Ständen mit Obst, Gemüse, Nüssen, Oliven, Wein, Honig, Olivenöl, Fisch, Klamotten und Haushaltswaren wuselt man international umher. Alles, auch das Honigglas, wird in bunte Plastiktüten verpackt.

Der Markt ist ein Treffpunkt zum Quatschen, um Neuigkeiten auszutauschen, zum Sehen und Gesehen werden. Das war schon im antiken Griechenland so. Der Marktplatz, die Agora war ein Versammlungsort. Neben Lebensmitteln wurden hier Nachrichten ausgetauscht, gar Reden gehalten und Feste veranstaltet.

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